Corporate Communications: 5 Tipps für ein besseres Image

Corporate Communications: 5 Tipps für ein besseres Image

Die Unternehmenskommunikation, auch Corporate Communications genannt, hat einen erheblichen Einfluss auf das Unternehmensimage. Dabei sind es weniger die Großen als die kleinen Dinge auf die es ankommt, wenn es darum geht mit der Kommunikation bei Kunden zu überzeugen.

In den letzten Wochen konnten Sie bereits im Rahmen des Themenmonats Corporate Identity hilfreiche Einblick in die Themenkomplexe Corporate Language und Corporate Design erlagen. Heute zeige ich Ihnen, wie Sie durch kleine Veränderungen ihrer Corporate Communications das Gesamtbild Ihrer Kommunikation positiv verändern können.

Was ist Corporate Communications?

Wenn man von Corporate Communications spricht muss unterschieden werden, ob man von der Unternehmenskommunikation redet oder von der Abteilung, die diese in Unternehmen übernimmt. Diese Abteilunge steuern in aller Regel die Bereiche interne Kommunikation, Marketing und Public Relations. Oft beschäftigen sie sich auch mit Themen, wie Public Affairs und Sponsoring.

In diesem Fall sprechen wir ganz klar von der Unternehmenskommunikation an sich. Aufgabe von Corporate Communications ist es die Werte und Normen eines Unternehmens zu präsentieren und nach außen zu kommunizieren.

Die Unternehmenskommunikation ist das zentrale Mittel, um die Unternehmensidentität zu vermitteln. Und das nicht nur an Kunden, sondern auch an die Mitarbeiter. Denn nur wenn ein einheitlicher Konsens über die Werte und Philosophie des Unternehmens besteht, kann diese auch vom Kunden verstanden werden.

Auch Solopreneure, die keine interne Kommunikation haben, müssen darauf achten Ihre Unternehmenswerte kontinuierlich und authentisch nach außen zu kommunizieren. Nur so schafft man es langfristig ein gutes Image aufzubauen.

Am Ende zählt der Gesamteindruck

Wer sich ein solides Image erarbeiten möchte, der muss sich eine Strategie überlegen, die mit verschiedenen Maßnahmen, die die Unternehmenswerte transportieren und den Kunden emotional binden. Daher ist eine Kommunikationsstrategie unersetzlich.

Eine einheitliche Kommunikation schafft Wiederkennungswerte

Stellen Sie sich vor ihr Unternehmen würde einfach durch ein einfaches Element, wie einen Slogan, ein Geräusch oder eine Farbe einfach wiedererkannt. Genau das kann die strategische Unternehmenskommunikation erreichen.

Corporate Communications ist stark mit dem Corporate Design, Corporate Behaviour und der Corporate Language verknüpft und fungiert als Knotenpunkt, der prüft, ob das Design, Text und so weiter die Unternehmenswerte in richtiger Weise wiederspiegelt.

Wie wertvoll ein Wiedererkennungswert ist, lässt sich an vielen Beispielen belegen:

  • „Ich liebe es!“ – Jeder kennt den Slogan des Fast-Food-Giganten McDonald´s. Der Wiedererkennungswert ist hierbei so groß, dass er einem wortwörtlich zu den Ohren raushängt. Dennoch wurde das Ziel der Wiedererkennbarkeit damit mehr als erfüllt. Und auf die verkürzte Art und Weise eines Slogans, drück dieser genau das aus, wofür McDonald´s stehen möchte: Einen Ort, den man immer wieder aufsucht, der einem das gibt was man möchte, an dem man immer willkommen ist. Einen Ort den man einfach „liebt“.
  • Subtiler als McDonald´s „Ich liebe es!“ ist da der Autokonzern Audi. Denn selbst wenn sie den neuen Werbespot noch nie gesehen haben, auch nicht wirklich auf den Spot achten und mit etwas Anderen beschäftigt sind, wird sich doch das Geräusch eines schlagenden Pulses in ihr Ohr verirren und irgendetwas sagt Ihnen dann, dass dort gerade ein Audi-Werbespot laufen muss. Genial, oder? Audi hat sich damit einer Soundmarke bedient. Der schlagende Puls steht auch hier wieder für die Identität der Marke (Leidenschaft, Adrenalin, Aufregung, Liebe (zum Detail)).
  • Eine Marke, die gleich mit mehreren Elementen der Wiedererkennbarkeit spielt, ist die deutsche Telekom. Das Unternehmen hat es geschafft, gleich eine ganze Farbe, nämlich Magenta, als Symbol einzusetzen. Auch bei Soundmarken hat die Telekom früh ein gutes Gespür bewiesen. „DaDaDaDiDu“ ist so bekannt, wie Tophits.

Durch die Unternehmenskommunikation werden die Werte des Unternehmens durch verschiedene Maßnahmen nach außen transportiert.

Kundenzufriedenheit und Kundenbindung

Wenn Sie einem Kunden Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung verkaufen, dann möchten Sie natürlich, dass dieser zufrieden damit ist. Denn zufriedene Kunden werden immer wieder zu Ihnen zurückkommen und Sie vielleicht sogar ihren Bekannten und Freunden empfehlen.

Damit Ihre Kunden zufrieden sind, hängt jedoch stark von Ihrer geleisteten Kommunikation ab. Denn richtig Kommunizieren beginnt bereits weit vor dem Kauf.

Beispielsweise die Beschreibung einer Dienstleistung oder eines Produkts trägt dazu bei, welche Erwartungen Ihr Kunden hat. Können Sie diese nicht erfüllen, wird der Kunden wahrscheinlich nicht sehr zufrieden sein.

Erfüllen Sie die Erwartungen und geben dem Kunden sogar noch etwas mehr, dann werden Sie auf jeden Fall in guter Erinnerung bleiben. Und mit mehr meine ich nicht, dass Sie dem Kunden ihre Zeit oder ein Produkt schenken, auch freundliches Auftreten, Erreichbarkeit in problematischen Phasen oder ähnliches haben einen großen Mehrwert für Kunden und stärken Ihr Image.

Ein positives Image und Wiedererkennungswerte lassen sich nur durch eine einheitliche Kommunikation erreichen.  

5 Tipps, die viel verändern

Wer jetzt denkt, er müssen seinen Slogan so bekannt machen, wie McDonald´s den kann ich beruhigen. In der Unternehmenskommunikation lässt sich viel durch kleine Dinge bewegen, ein riesiges Marketingbudget ist gar nicht notwendig. Und das Beste, diese „Kleinigkeiten“ lassen sich ohne Umschweife in Ihren Unternehmensalltag integrieren:

1. Wie es in den Wald ruft, so….

Die erste Regel, die Ihre Wahrnehmung stark beeinflussen wird, ist eigentlich ganz simpel. Seinen Sie immer höflich und zuvorkommend. Sicherlich möchten auch Sie so behandelt werden, also machen Sie das auch bei Ihren Kunden. Wahrscheinlich sind Sie immer freundlich, wenn Sie mit ihren Kunden sprechen, aber wie wird Ihr Ton, wenn Sie sich aufregen oder im Netz unterwegs sind. Manche Emails oder Kommentare sind einfach so scharfzüngig oder ungerecht, dass man darauf gleich gerne eine passende Antwort verfassen möchte. Tun Sie das nicht. Natürlich müssen Sie sich nicht alles gefallen lassen, aber lassen Sie ein wenig Dampf ab, bevor Sie darauf reagieren. Schreiben Sie sich eine Notiz in einer separaten Datei und lassen Sie diese dort über Nacht liegen. Sie werden sehen, dass Sie ihre Antwort am nächsten Tag mit ganz anderen Augen betrachten werden.

2. Auch das Auge isst mit

Kleidung ist ein heikles Thema, da wir uns immer ein wenig persönlich angegriffen fühlen, wenn es um das eigene Äußere geht. Dennoch Kleidung hat einen großen Einfluss darauf, wie wir wahrgenommen werden. Das kann natürlich effektiv genutzt werden. Jedoch sollte die Kleidung immer zu Ihnen und Ihrem Business passen. Wenn Sie als Solopreneur unterwegs sind, sollten Sie sich auch in der Öffentlichkeit nicht anders zeigen, als in offiziellen Bildern, Videos oder ähnlichem. Natürlich darf das Freizeitoutfit legere ausfallen und Sie müssen nicht im Auzug oder mit Highheels den nächsten Wocheneinkauf erledigen, dennoch sollten Sie darauf achten, dass die Diskrepanz zwischen Ihrem beruflichen Äußeren und ihrem persönlichen Auftreten nicht allzu groß ist.

Treffen Sie nämlich durch Zufall doch mal einen Kunden beim Stadtbummel oder sind als regionaler Unternehmer eh überall bekannt, könnte ein vollkommen anderer Stil ihre Authentizität in Frage stellen.

Auch absichtlich genutzte Stilmittel bilden hier keine Ausnahme. Tragen Sie beispielsweise einen gewagten Haarschnitt, um sich im Job unverkennbar zu machen, sollten sich bei der zufälligen Begegnung nicht herausstellen, dass es sich dabei nur um eine Perücke handelt.

3. Prioritäten ordnen

„Dafür habe ich jetzt keine Zeit. Ich bin mitten in der Abrechnung!“ wurde ich mal am Telefon angeschimpft. Dabei war ich in diesem Fall der Kunde. Mein Auftrag hätte dem Unternehmen also eigentlich am Herzen liegen müssen. Nach der Ansage habe ich mir aber schleunigst ein anderes Unternehmen gesucht.

Natürlich kann es mal stressig werden, aber auch hier macht der Ton die Musik. Wenn Sie ihren Kunden sagen, dass Sie eine Anfrage zeitlich nicht schaffen, ist das etwas ganz Anderes, als wenn Sie ihm sagen, dass er gerade nicht so wichtig sei.

Daher sollten Sie ihre Prioritäten ordnen und in Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern sollte jeder diese Prioritäten kennen und einhalten.

4. Keine 0815-Emailsignatur – Seien Sie individuell, wie ihr Unternehmen

Mit freundlichen Grüßen… Diese Grußformel ist nicht sehr originell. Zeigen Sie ein bisschen mehr Individualität und überlegen sich eine nette Grußformel, die ihre Kunden bis zum letzten Wort bei Ihnen halten. Denn „Mit freundlichen Grüßen“ liest wohl niemand mehr aufrichtig. Ein ihrem Unternehmen entsprechender Gruß wirkt da viel besser. Auch tagesabhängige Grüße, wie „Herzliche Grüße aus dem regnerischen Berlin“ setzen charmant einen aktuellen Bezug. Und ich versprechen Ihnen, Sie werden auf eine durchdachte Grußformel viel positives Feedback bekommen.

5. Zeit ist Geld

Kennen Sie das? Sie schreiben eine E-Mail und erhalten erst Tage oder Wochen später eine Antwort? Möchten Sie mit so jemanden wirklich zusammenarbeiten? Es gibt Menschen, die durch das lange Warten auf eine Antwort zeigen wollen, wie knapp die Ressource, also Ihre Arbeitszeit, ist, um diese dann möglichst teuer zu verkaufen. Eine Mail oder einen Rückruf jedoch nicht zeitnah zu erledigen, zeigt lediglich, dass jemand nicht verlässlich und vor allem nicht kunden- oder teamorientiert arbeitet.

Warten Sie also nicht ewig darauf ihre Korrespondenz zu beantworten. Haben Sie mal wirklich keine Zeit, dann antworten, dass Sie die Anfrage bis zu einem bestimmten Termin bearbeiten werden. Und halten Sie dieses Versprechen ein. Dann ist Ihr Kunde sogar beeindruckt, wie zuverlässig Sie sind. Gleiches gilt, wenn Ihnen noch Informationen fehlen oder ähnliches. Lassen Sie ihr Gegenüber nicht im Regen stehen, sondern geben Sie auch darüber Auskunft.

Wenn Sie diese fünf einfachen Tipps konsequent umsetzen, haben Sie bereits eine gute Basis für eine gute Unternehmenskommunikation geschaffen. Welche Aspekte Sie in Zukunft weiter betonen möchten, wie beispielsweise eine besondere Kundenbindung durch einen Willkommensgruß oder auch einfach das sofortige Beantworten von Anfragen (z.B. als Support-Dienstleistung), sollten Sie anhand ihrer Branche und der Notwendigkeit bestimmen und in einem Kommunikationskonzept festhalten.

Auf jedem Fall werden Sie hierdurch Ihr Image positiv beeinflussen.

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